Mieterverdrängung

Beim zweiten Mittwochsgespräch geht es um das böse G-Wort, bzw. um dessen Vorstufe, die Mieterverdrängung. Anhand von drei Beispielen, das ehemalige besetzte Haus in der Willibald-Alexis-Straße in Kreuzberg, die Siedlung am Steinberg in Reinickendorf und der Initiative um den Bizim-Gemüseladen in der Wrangelstrasse, auch in Kreuzberg, zeigen wir drei Stadien der Mieterverdrängung. Eine abgeschlossene, erfolgreich im Sinne des Investors, eine andauernde und eine drohende, in dieser Reihenfolge.

Die Diskussion wird erweitert um die Berliner Wohnungspolitik der vergangenen Jahre um der Frage nachzugehen, warum Investoren z.Zt. derart grassieren. Ist die aktuelle Wohnungsknappheit die einzige Erklärung dafür? Oder die Liegenschaftsstrategie der Stadt, die den Zuschlag für bebaubare Flächen den meistbietenden erteilt und die städtischen Wohnungsgesellschaften leer ausgehen? Oder die sehr tolerante Haltung Investoren gegenüber, die entgegen anderen Städten fast keine Auflagen für bezahlbaren Wohnraum unterliegen?
Abschließend werden aktuelle Formen von Bürgerbeteiligung in Berlin untersucht, die trotz der vielen Mängel der vergangen Jahre sich scheinbar ändert, was zusammen mit der Organisationsfreude der vielen Mieterinitiativen doch Grund zur Hoffnung gibt, dass die Hauptstadt nicht zwangsläufig den Weg anderer europäischer Metropolen einschlagen muss.
Die Diskutanten:
  1. Stefan für das Haus in der Willibald Alexis Strasse 34
  2. Hartmut Lenz für die Siedlung Am Steinberg
  3. Gabriela Stangenberg für die Bizim-Initiative
  4. Matthias Coers, Regisseur des Films „Mietrebellen“, www.mietrebellen.de
  5. Philipp Wehage, Architekt bei DMSW und Mitglied des Rats für Stadtentwicklung
  6. André Franke, Blogger über Stadtenwicklung, www.futurberlin.de 
Moderation: Adrian Garcia-Landa
Technik: Olcan Hiller

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