Digitaler Kuhhandel

Die gute Nachricht aus der EU: Roaming-Gebühren sind ab 2017. Die schlechte Nachricht: Im Gegenzug kommt das zwei Klassen-Internet, ade Netzneutralität. Zahlkräftige Firmen kriegen die Datenautobahnen, die ärmeren nehmen den digitalen Bummelzug.

So sehen das zumindest EU-Abgeordneter Michel Raimon (Österreich) und Alexander Sander vom Verein Digitalen Gesellschaft in Berlin. Sie analysieren das Ende Oktober  im EU-Parlament verabschiedete Gesetz. In den Verhandlungen hätten sich die Telekom-Firmen durchgesetzt, die Abschaffung des Roamings soll die Abschaffung der Netzneutralität verträglich machen.

Die Telekomindustrie sieht das anders. Wir sprachen mit Niko Kriegeskotte (ab Min. 30) von dem Bitkom, die Interessensvertretung der deutschen Telekom-Firmen. Er begrüßt das Gesetz, meint die Neutralität im Internet sei nicht gefährdet, räumt aber die Entstehung eines Mehrklassen-Internets ein.

Das erste Interview führten Mathieu Cuisnier von Radio Dreyeckland, Luis Jachmann und Adrian Garcia-Landa von Kiez.FM am 28.10.15 in Strassburg im Rahmen des Projektes Europhonica. Das zweite wurde am 4.11.15. Ein Folgegespräch zu dem Thema ist in Vorbereitung.

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